Zwischen Gott und Mangold oder wenn Träume heilig sind

Parkbank im Schnee
Wenn man davon träumt sich auf eine Bank zu legen und zu sterben.

Ich bin seid einem Jahr ein Carnivor. Und ich habe gerade drei Mangoldpflanzen bestellt. Das klingt verrückt, ist aber wahr. Und es begann mit einem Traum, in dem Gott zu mir sprach und bei dem ich einige Tage brauchte, um dafür die richtigen Worte zu finden. Und auch, weil er ganz viel in mir bewegt und immer noch in Bewegung hält.

Ich bin bei dir.

Mein Traum: Ich war vor einem Hochhaus. Ein viereckiges Beet das mit einer der Ecken auf das Hochhaus zeigte. Zuerst war es ein braunes Beet, aber als ich begann, es zu bepflanzen, entpuppte es sich als Zen-Garten, der recht voll war. Ich hatte einen Mangold und setzte ihn in die Ecke des Beetes, die am weitesten vom Hochhaus weg war und der einzige noch zur Verfügung stehende Platz, nah am Weg, wo er leicht zertreten werden konnte. Ich ging ins Hochhaus, und verirrte mich in den Wirren aus Räumen und Treppen. Mittendrin begegnete ich zwei fremdländischen Männern mit Reisegepäck. Ich verstand sie nicht, sie mich nicht, wir gingen unserer Wege. Ich entschloss mich, zurück zum Ausgang zu gehen und als ich vor die Tür trat, war tiefster Winter. Das Einzige, das noch grün im Beet stand war der Mangold. Ich legte mich auf eine Parkbank um zu sterben und dachte: „Ich bin allein“.Doch dann sagte eine Stimme : „Gott/Ich bin bei dir.“ Und ich hatte keinen Zweifel, wer da gesprochen hat.

Der Traum ging noch etwas länger und hatte auch einen „Vortraum“ , aber das lasse ich hier mal weg und reduziere auf das Wesentlich, aber auch der Vortraum spiegelt diesen Traum wieder und war eine Art Einleitung.

Traumarbeit ist mitunter ein harter und schmerzhafter Prozess

Das war so ein Traum, vor dem man erst mal ratlos sitzt und weiß, dass er mehr beinhaltet. Gott sprach zu mir! Es war einer der wenig mal, dass ich ihn hören konnte. Um ehrlich zu sein: Das erste Mal überhaupt. Und solche Träume sind für mich als suchender Christ nicht einfach als „ok, war halt ein Traum“ abzutun.

An jenem Vormittag brauche ich 3 Stunden, um mich zu sammeln, den Traum Stück für Stück zu analysieren, ihn von allen Seiten zu beleuchten und mich zu fragen: Was hat das zu bedeuten? Und es war schmerzhaft, offenbarend, heilig und erschütternd zugleich. Es hat in den nächsten Tagen alle meine Entscheidungen beeinflusst und ich glaube, es tut es noch.

Gottes wahrer Name, der er Moses auf dem Berg Sinai nennt, lautet „ich bin“ oder „Ehjeh “ und Moses übersetzt das später zu „Er ist“ oder Jaweh. Und so ähnlich was das in meinem Traum: „Ich bin“ war wie eine Art Doppelton bei dem Gott mitschwang. Daher gibt es für mich keinen Zweifel war da zu mir sprach. Ein Satz, aber der traf ins Herz, durch Mark und Bein und landete im unkeldten Winkel meiner Seele. Ich bin bei dir. Ich saß erst mal da und weinte. Nicht vor Glück, sondern eher vor Erschütterung, vor Demut, Unglaube, Ehrfurcht.

Rückblick: Der Unkrautgourmet

Den Traum zu analysieren war harte Arbeit, weil es ganz viele Baustellen und alte Wunden bei mir aufgerissen hat.

Das Verlorensein im Hochhaus: Genauso fühlt sich mein Leben gerade an. Ich versuche meinen Weg „nach oben“ zu finden, aber begegne immer wieder Menschen, die mich nicht verstehen und ich sie leider auch nicht. Immer wieder wurde und werde ich geprüft, aber das erkenne ich erst jetzt nach diesem Traum.

Was immer bleibt und noch immer da ist: Meine Liebe zu den Pflanzen. Zu Bäumen, Sträuchern, Kräutern. Zu Moosen, Algen und Cyanobakterien. Ich liebe all das. Zu sehen, das Streuobstwiesen verschwinden, Wälder abgeholzt werden oder ein neues Neubaugebiet wieder Lebensraum wie wilde Wiesen und Brachen fordert, lässt mein Herz bluten. Und essen? Pflanzen sind vor mir „sicher“. Ich kann sie nicht mehr essen. Mein ganzes Körpersystem rebelliert sonst. Mein neues Credo: „Ich bin Botaniker. Ich esse keine Pflanzen, ich schützte sie.“ Es ist auch ein wenig Selbstironie.

Nicht jeder Carnivore ist ein Fleischliebhaber und träumt vom Mangold

Ich vertrage sie nicht, weil ich davon „zu viel gegessen habe“, sondern weil ich Lektine und Co. nie vertragen habe, aber das sagte mir niemand. Man behandelte nur das Asthma und meine ganzen Entzündungssymptome, die man nie so recht einsortieren konnte. Nun kann ich das. Der körperliche Rückzug war nicht leicht, die Eliminationsdiät bis runter zu einer 3 Monatigen streng Lion-Diät und einer Genanalyse brachen es ans Licht. Esse ich gerne Fleisch? Nein, Aber irgendwas muss ich essen und ich würze es nur mit Salz (Pfeffer und Co sind leider auch pfanlzlich!). So esse ich nur das, was ich wirklich brauche, bis mein Körper sagt: Reicht. Danke. Notwendig und … seelisch schmerzhaft.
Und nachdem ich mich entschieden hatten nicht mehr im Unkrautgourmet zu bloggen, dachte ich, das Kapitel sei geschlossen. Aber jetzt erkenne ich: Das war es nie. Es befand sich nur am Rand des Beetes, weit weg von umtriebigen Leben des Hochhauses, in dem ich mich verirrt hatte. Aber es ist noch da.

Der Mangold als Traumsymbol

Es ist schon erstaunlich, welche Bilder das Unterbewusstsein wählt: Mangold. Ich hab ihn nie gemacht, aber immer faszinierend gefunden, weil er aussieht wie eine Kunstpflanze aus Plastik, dem Winter trotzt und einfach wunderschön ist. Er steckt jedoch voller Oxalate. Für jemanden wie mich, der mit Entgiftung der Phase II ein genetisches Problem hat, ist er toxisch. Ich sterbe nicht, wenn ich ihn esse, aber er macht mich krank: Bauchkrämpfe, Verdauungsprobleme, stille Entzündungen – früher überlagert durch andere Symptome, heute so klar, wie ein sonniger Morgen. Trotz allem mag ich Mangold als Pflanze.
Und nun stand er da, im Traum in diesem Winterbeet, als einziges Lebenszeichen in einer eisigen Winterödnis, das letzte Zeugnis dessen, was ich einst „gesät“ habe und überlebt die Einsamkeit.

Traumlexikas vs. persönliche Bedeutung

Unter traum-deutung.de habe ich ihn tatsächlich gefunden! Dort steht zu Mangold: „Wenn Ihnen Mangold im Traum begegnet, sollten Sie dieses Traumbild daher als positives Zeichen sehen. Es symbolisiert natürlich Gesundheit, aber auch Glück bei allem, was Ihnen demnächst bevorsteht. Wahrscheinlich werden Ihre Aktivitäten von Erfolg gekrönt sein, möglicherweise steht auch ein beruflicher Aufstieg bevor. Sehen Sie eine grüne Mangoldpflanze mit besonders glatten Blättern im Traum, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass Sie nach einer stressigen Phase der inneren Unruhe wieder zu sich selbst finden.“ Na dann kann ja nichts mehr schief gehen, oder? Kann das so einfach sein? Nicht immer.

Natürlich frage ich mich: Für was steht der Mangold in meinen Traum? Allein der Name ist besonders: Man-Gold, des menschen Gold. Gold steht für inneren Reichtum. Was ist mir heilig? Für mich: Der Unkrautgourmet, die Liebe zu den Pflanzen. Ich habe ihn nur aufgegeben, weil ich keine Kochrezepte mehr kreiere. Aber die Liebe bleibt. Die letzte Liebe, wenn alles andere vergeht und ich mich verirrt habe, einsam bin und mich im Traum auf die Bank lege zum Sterben.

Traumsymbol: Der eigenen Tod

Mich sterbend im Winter auf einer Bank zu sehen ist ein starkes Bild. Und es geht nicht spurlos an mir vorbei. Das ist der Punkt, der in der Traumdeutung und im Arbeiten mit der eigenen Traumintelligenz richtig weh tut. Nicht weil man stirbt, sondern weil man weiß: im Inneren verabschiedet man sich gerade von einen Teil des alten Selbst (erinnert euch an die einstürzende Brücke von Hinten, das hier ist die Fortsetzung!).
Auch hier ist traum-deutung.de ganz gut. Dort steht: „Durch den Mangel an emotionaler Wärme, der aus einer Veränderung der Lebenssituation entstanden sein kann, sind diese vielleicht im Moment selbst von Einsamkeit, … geprägt. Gleichzeitig gilt es beim geträumten Erfrierungstod, nicht jedem Freund in der Wirklichkeit blind zu vertrauen.“ Nun, einsam habe ich mich gefühlt, und eine solche Vertrauensfrage hatte ich am Tag zuvor gleich zweimal.

Schlussendlich gehe ich aber auch hier wieder einen Schritt weiter, denn träume nur nachSymbolen zu analysieren ist wie in einen Epos eine Seite aufzuschlagne und zu versuchen daraus eine ganze handlung zu rekapitulieren. Das geht nicht! Wenn man sich im Traum sterben sieht, muss man sich im Wachzustand eingestehen, dass etwas nicht stimmt. In meinen Fall: Ich habe mich verirrt, stehe auf einsamen Posten und habe keine Kraft mehr weiter aufwärts zu steigen. Und es gab nur eine Option: alles loszulassen. Und zu vertrauen. Etwas, das mir extrem schwerfällt. Daher hab ich den Tod gewählt.

Mangold mit rotem Stängel
Mangold als Traumsymbol ist auch eher selten in Traumlexikas zu finden, eben weil er zu persönlich ist.

Was würden C.G. Jung und Sigmund Freud zu Gott im Traum sagen?

Der eine oder andere mag sich nun fragen: „Sag mal Sindy, kann man den Traum nicht auch was anders bedeuten? Magst du nicht erst mal C.G. Jung oder Sigmund Freud befragen?“ Können wir.

Freud: Der Traum zeigt einen inneren Konflikt zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, zwischen Selbstüberforderung und Wunsch nach Führung. Der Trost am Ende ist eine Wiederherstellung des psychischen Gleichgewichts durch ein idealisiertes Vaterbild (Gott).

Jung: Der Traum ist ein tiefes Symbol für eine Schwelle in meinem Individuationsprozess. Er zeigt mir: Ich bin nicht allein, auch wenn ich mich allein fühle. Das Selbst lebt in Form eines Mangolds, eines Tieres, einer Stimme.
Und ich bin auf dem Weg zur Ganzheit. Und dieser Weg führt durch das Dunkel. Aber ich werde geführt (Gott).

Wer hat „Recht“?

Vielleicht keiner. Vielleicht beide.

Freud erklärt mir, wie ich psychisch „gebaut“ bin. Jung erinnert mich daran, wer ich bin.

Traumintelligenz praktisch

Was mache ich aus Traumsymbolen, Jung und Freud mit meiner eigenen Traumintelligenz? Ich nehme alles an und lege meine eigene Interpretation hinzu und gehe weiter.
Ich „höre“, was der Mangold sagt, weil ich die einzige bin, die das hören kann. Er steht da. Ich hab ihn gepflanzt. Nur ich weiß, was er mir bedeutet.
Und ich weiß, dass „Ich bin bei dir“ nicht einfach von meinem Gehirn als Verarbeitungschleife durch die Beschäftigung mit meinem eigenen Glauben kommt, sondern aus einer Quelle, die größer ist, als ich, denn: Als ich mich hinlegte auf diese Bank, war mein eigener letzter Gedanke „Ich bin allein“.

Der wissenschaftliche Anteil in mir gegen den Anteil der glaubt.

Oder will ich das nur glauben? Aber was ist Glauben, wenn nicht etwas zu glauben ohne das es einen Beweis braucht. Mit einen Beweiß ist es kein Glauben mehr, dann ist es Wissenschaft. Und damit treibt mich der Traum an meinen eigenen wissenschaftlichen Grenzbereich und darüber hinaus. Es ist der Moment, in dem ich als Naturwissenschaftlerin erkennen muss: Da gibt es noch mehr. Noch viel mehr! Ja, ich weiß: Ich habe mich in der letzten Zeit intensiver mit der Bibel auseinander gesetzte, mit der Kirche, mit dem Austritt aus selbiger, mit meinem eigenen Glauben. Ich habe geweifelt, hinterfragt und alles auf den Prüfstein gestellt – vor allem die Kirche als Institution – und ich tue es noch. Meine Nervenbahnen könnte man also als „geprimed“ bezeichnen. Das der Glauben irgendwann in meinen Träumen eine Rolle spielen würde, war nur eine Frage von Zeit.

Demut

Aber nun? Stehe ich da und bin erschüttert. Es war Gott selbst, der sprach. Das macht was mit mir. Es erschüttert mich in meinen Grundfesten. Das, was sich so mancher gläubiger Christ wünschen würde, ist bei mir eingetreten ohne Wunsch. Und ich selbst fühle mich unwürdig, eine solche Botschaft zu empfangen. Die Botschaft war kein kognitives Wunschdenken, sie kam aus meinem tiefsten Inneren: der ungefilterten Wahrheit meiner Träume. Es war keine Botschaft von mir, es war eine an mich. Vom Allerhöchsten. Und ich schäme mich, weil ich nicht jubelnd aus dem Bett gesprungen bin, sondern ehrfürchtig zittern vor diesen Zeilen sitze und mich frage: Kann das wahr sein?

Der Traum in der Nacht davor – ein erstes Zeichen von „hier wirkt was Größeres“

Man muss wissen: Ich hatte einen Traum in der Nacht davon, in dem so viele Synchronizitäten wie noch nie am nächsten Morgen aufgetreten sind. Zahlen und Korrelationen. Ein Lottotraum. 8 Millionen im Jackpot. Und im Reallive? Ich gewann 3 x 3 (allein das ist schon eine Synchronizität in sich) Richtige und der Jackpot stand auf 8 Millionen Euro! Vielleicht mache ich dazu auch noch mal einen Beitrag, wenn ich das hier alles verdaut habe. Aber dieses Lottotraum war regelrecht unheimlich und absolut faszinierende. Aber vor allem war er ein „Wake-up-Call“….ein: Achtung. Was jetzt kommt wird wichtig. Und das war es.

3 x 3 Richtige als Synchronizität. Das heißt nicht, dass man Millionär wird, sondern, dass man auf dem richtigen Weg ist.
Schlaftracker-Daten

Der Traum unmittelbar vor dem Gott-Traum

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich mich an mehrer Träume erinnere. Ich bin „Profi-Träumerin“ mit ständig überdurchnittlich hohem REM-Schalf-Anteil. Und so erinnerte ich mich auch an den Traum vor dem Traum, in dem Gott zu mir sprich: Ich träumte von einer Wegkarte. Das letzte Symbol war etwas, das aussah wie ein Oval mit Vogelfüßen. In dem Moment krachte es bei mir Zuhause und ich erwachte. Was ist passiert? Eines meiner Meerschweinchen hat die Meerschweinchen-Knusperkeksdose geplündert und diese den Schreibtisch runtergeschubst. Ein Meerschweinchen! Ein Oval mit Vogelfüßen! Aber ich träumte das VOR dem Knall. Präkognitive Wahrnehmung?

Alles nur Verarbeitungstiefe im neuronalen Netzwerk?

Vielleicht hat mein Gehirn vor dem Knall schon ein Rascheln gehört, und es in ein stilisiertes Meerschweinchen übertragen. Wer weiß. Und ja, das gibt es, das man im Schlaf Dinge verarbeitet, die man im Außen hört oder fühlt. Mein Schlaftracker zeigt mein kurzes Aufschrecken um 5:30 Uhr.

Da ich aus dem Schlaf aufgeschreckt bin, war das für mich der Beweiß, dass ich auch im Leichtschlaf träume, nicht nur im REM. Auch das ist bekannt. Man träumt in jeder Schlafphase. Das Gehirn „schläft“ nicht. Es integiert. Das Default-Mode-Netzwerk ist aktiv. Das Gehirn arbeitet nur ohne unseren „egoistischen „Dirigenten“, den präfronalen Cortex. Und der Traum hat mich vorbereitet…und ich habe ihn im Prinzip weitergeträumt, denn ich meinte mich zu erinnern, da im Hintergrund der Karte schon das Hochhaus zu sehen war. Der Weg auf der Karte war hufeisenförmig. Und im zweiten Traum, ging ich in das Hochhaus hinein und den selben Weg zurück, wie ein Hufeisen.

Ja, es ist manchmal wirr von Träumen zu erzählen und nicht immer versteht das Gegenüber, was man meint. Aber was ich sagen will:

Träume sind mehr als Wissenschaft

All das ist in zwei Abschnitten VOR dem Gott-Traum passiert… Synchronizitäten, präkognitive Wahrnehmung, Vorbereitung auf das, was kommt. Wollte mir Gott zeigen, dass er es wirklich ist? Das er mir hier Dinge zeigte, die mir andeuten: Hier ist was größeres am Werk, sieh hin! Ich bin mir ziemlich sicher. Denn ich bin ein zweifelnder Christ. Ich will glauben, aber meine wissenschaftliche Denkweise ist wie eine angezogene Handbremse. Und Gott? Er zeigt mit, dass es mehr gibt, als Wissenschaft. Nicht mit großen Wundern, aber das braucht es auch nicht. Und ich? Sitzt vor diesem Text mit Tränen in den Augen, weil mein Verstand das alles gar nicht fassen kann und ich im Worte ringe.

Zufälle oder Zeichen?

Ich bin nicht allein. Das zu ignoriern ist mir nahezu unmöglich. Dafür gab es zu viele Anzeichen. Zufälle? Dafür sind es zu viele Zufälle gewesen. Dafür fühlt es sich auch zu erschütternd und mächtig an. Es mag Menschen geben, die das als „Humbug“ abtun. Doch glaube mir: Nach Jahrzehnten der eigenen Traumbeobachtung, sehe ich in solchen Traum-Ereignissen vor allem wenn sie seriell auftreten, mittlerweile eine klare Kausalität. Wer das nie über die Zeit beobachtet hat, wird es auch nicht sehen. Wer den Fokus aber auf seine Träume und das Drumherum legt, der wird solche Zusammenhänge plötzlich erkennen, wie Meteoriten, die einem vor die Füße fallen.

Das letzte „Traumsymbol“: Gott im Traum

Hier muss ich ganz klar Stellung beziehe, denn wenn man Gott bei Traum-deutung.de als „Symbol“ nachliest, dann bricht man die Magie der Träume auf Horoskopniveau herunter! Dann verkommt Gott zu einer „Nummer“, etwas das man Nachschlagen kann und dem irgendjemand eine Bedeutung gibt. Tu das nicht! Ehre ihn. Wenn er sich dir im Traum zeigt, sei demütig. Nimm es an….versuche es. Ich tu mein Bestes.

„Und wenn uns unsere Träume nur noch so heilig sind wie ein Horoskop, dann spricht eben nicht Gott – sondern unser Traum bekommt eine viel kleinere Bedeutung.“

Du gibst Bedeutung

Denke daran: Du bist es, die/der den Dingen ihre Bedeutung gibt. Du bist es. Betrachtest du Träume als etwas „Seltsames“, werden sie das sein. Sind sie dir „heilig“, haben sie eine ganz anderes Bedeutung. Dann hast du dort Begegnungen, die dein Leben verändern können, die dich inspirieren und ja, die dich auf verstören können, zum Nachdenken bringen, dich erst mal aus der Spur werfen, nur um dir zu helfen, wieder fest in die richtige zu kommen.

Wenn du Gott hörst, aber es als „Symbolduden-Traum“ abtust, dann schneidest du dein eigenes Herz von dem ab, was dich gerufen hat. Und der Ruf wird leiser. Nicht, weil Gott weniger spricht, sondern weil du nicht mehr zuhörst. Und wenn du deinen Träumen nicht zuhörst, machst du dasselbe mit dir.

Träume sind eine Quelle tief in dir, für Weisheit, Kreativität, Verbindung. Träume sind du! Schenkst du ihnen aber die gleiche Bedeutung wie ich, dann sei gewarnt…

Träume verändern dich und es gibt kein zurück!

Heute spüre ich zum ersten Mal die volle Wucht dessen, was es heißt, WIRKLICH auf seine Träume zu hören.

Es bringt gerade mein Weltbild ins Wanken, konfrontiert mich mit meinen stärksten Zweifeln, offenbart mir die blanke Wahrheit und man kann ihr nicht entkommen. Selbst wenn man die Augen verschließt und einfach weiter machen will, als wäre zuvor nichts passiert – man kann es nicht mehr leugnen. Nichts ist mehr wie zuvor. Dieses eine Satz hallt seit Stunden in meinem Kopf nach und ist wie ein nicht verklingendes Echo, dass durch meine Adern strömt: „Ich bin bei dir.“ Ich fühle mich noch immer allein und höre, dass ich es nicht bin. Noch immer sehe ich mich sterbend auf der Bank liegen und weiß, dass ist nur ein Teil von mir. „Ich bin bei dir“. Eigentlich sollten sie mich trösten, aber mein Verstand ist zu klein, um die Bedeutung zu erfassen. Ich werde demütig und ehrfürchtig und…ja…ich schäme mich. Weil es nicht leicht ist, das anzunehmen. Nicht für mich und ich frage mich, warum das so ist. Es ist ein Geschenk, aber ich habe Angst es zu öffnen.

Und was jetzt?

Ich denke noch immer über die Bedeutung des Traumes nach. Er arbeitet sich durch einen hindurch. Zelle für Zelle. Viele Tage. Vielleicht ein ganzes Leben.

Der Mangold ist mein Reminder. Und ich freue mich auf meine 3 bestellten Pflänzchen. Ich werde sie nicht essen, aber ich werde sie hegen und pflege, solange sie sich bei mir wohlfühlen. Und ich werde ihnen beim Wachsen zuschauen und beim Vergehen. Und sie werden mich an diesen einen Satz aus meinem Traum erinnern. So werden das drei besondere Pflanzen sein, mit einer Aufgabe, die sie sich wohl nie ein Mangold erträumt hat: Einen Menschen daran zu erinnern, dass Gott bei ihm ist. Und das ist … wunderschön.

Hattest du auch schon solche Träume, die dich verändert haben? Wenn du möchtest, teile sie gern hier. Ich bin ganz still und höre dir zu.

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